Aktiv von jung bis alt

TIRIBU – NACHTS UNTERWEGS IM WALD


26. April 2025 Waldhaus Wolftürli, Mühledorf

In der Dämmerung treffen wir uns beim Wolftürli, wo bereits ein stattliches Feuer brennt. Bis alle grossen und kleinen Gäste eintreffen, kann im Waldhaus eine Ausstellung über Tiere der Nacht besucht werden. Zur Stärkung gibt es ‚Gifferstee‘, Apfelsaft, Nüsse und Apfelschnitze.

Anschliessend begrüssen Waldkauz und Schleiereule die Kinder und ihre Begleitpersonen und erzählen von sich und dem Leben im dunklen Wolftürliwald. 38 Personen haben sich hier versammelt und machen sich nach ein paar einstimmenden Spielen auf, die Nacht zu erkunden.

Zuerst entfernen sich alle alleine oder in kleinen Gruppen vom Feuer und suchen sich ein schönes Plätzchen, um die Veränderungen in der Dämmerung ganz still zu beobachten. Noch rascheln die letzten Vögel, eine Amsel singt ihr Abendlied und in der Ferne hört man ein Bellen. Ob das ein Hund ist? Ein junger Fuchs? Ein Reh? Nach und nach wird es immer stiller und dunkler.

Wieder zurück am Feuer, teilen wir uns in zwei Gruppen auf; Gruppe Waldkauz und Gruppe Schleiereule. Entlang an einem um Baumstämme gespannten Seil, führt uns der Weg tiefer in den Wald und in die Dunkelheit hinein. Vorsichtig tasten sich grosse und kleine Füsse voran, durch Brombeersträucher, über kleine Äste, bis sie schliesslich wieder auf befestigtem Boden stehen.

An einer Abzweigung beginnt nun der Kerzenweg. Hier spazieren Waldkäuze und Schleiereulen möglichst alleine von Kerze zu Kerze durch die Nacht bis zu einem alten Steinbruch. Hier wartet auch schon die Märchenerzählerin, Katrin Otti, auf uns und wir lauschen Geschichten vom Uhu, von Waldtieren und hören die Sage vom Wolftürliwolf. Die Blätter rauschen und es scheint, als sässen wir alle inmitten des Geschehens.

Den letzten Abschnitt zurück zum Waldhaus gehen wir nun in vollständigem Dunkel. Ein, zwei Laternen helfen uns, den kleinen Trampelpfad nicht zu verfehlen. Wir hören nur noch das Flüstern der Bäume, die Tiere sind verstummt.

In der Ferne sehen wir das Feuer, welches von unseren Feuermeistern, Matthias und Simon, während des Rundgangs weiter mit Holz gefüttert wurde. So finden wir alle zielsicher zurück und hören zum gemeinsamen Abschluss noch eine letzte Geschichte; eine für die Kinder und eine für die Erwachsenen. Doch halt! Der Waldkauz hat noch etwas zu vermelden. Er wurde tagsüber aus dem Schlaf gerissen, als zwei Menschen im Gebüsch raschelten. Von einem Schatz haben sie gar gesprochen. Wer findet ihn wohl? Die Kinder machen sich ohne Lampe auf, um die Umgebung des Waldhauses abzusuchen und finden einen Korb mit feinem ‚Bettmümpfeli‘-Gebäck. Müde, zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken flattern nun alle zurück in ihr warmes Nest.

…fast alle. Eine Schleiereule schreitet noch einmal den Seilpfad ab und macht dabei eine leuchtende Entdeckung. Um einen Haufen aus Ästen und totem Holz geben sich grünlich-schimmernd biolumineszente Pilze zu erkennen. Was für ein gelungener Abschluss!